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Feuerwehrleute machen mobil für die Politik

Feuerwehrleute machen mobil für die Politik

Sie gehören unterschiedlichen Parteien an, machen aber eine gemeinsame Kampagne für die Wahlen vom 20. Oktober: Feuerwehroffiziere, die in den Nationalrat wollen.

Jascha Müller politisiert für die St.Galler EVP, einige Jahre war er im Kantonsrat, nun zieht es ihn in den Nationalrat. Oskar Seger ist bei der FDP aktiv, unter anderem als Präsident der St.Galler Stadtpartei, er rutschte auf einen freiwerdenden Platz auf der FDP-Liste für den Nationalrat nach. Donat Kuratli geht für die SVP ins Rennen um einen Sitz in Bern. Und Beni Gautschi schliesslich tritt bei der JCVP an.

So weit, so unspektakulär - Kandidaten gibt es bei den Nationalratswahlen vom 20. Oktober viele. Eine Besonderheit verbindet diese vier aber: Sie engagieren sich alle bei der Feuerwehr als Feuerwehroffiziere. Und deshalb treten sie nun gewissermassen parteiübergreifend an - mit einer gemeinsamen Kampagne. «Sicher nach Bern» heisst der Slogan, in den sozialen Medien kursiert dieser bereits, bald sollen weitere Werbemittel erscheinen.

«Wir haben nachgeforscht und herausgefunden, dass es im Nationalrat derzeit nur gerade ein aktives Feuerwehrmitglied gibt», sagt Oskar Seger, einer aus dem Quartett. Damit sei man in Bern klar unterbesetzt. Denn das Thema sei wichtig: Jede Gemeinde habe eine Feuerwehr, und diese basiere im Grundsatz auf dem Milizsystem – in den grösseren Städten gibt es zusätzlich meist noch professionelle Korps. Deshalb sei es wünschenswert, die Interessen der Feuerwehrleute auch auf dem politischen Parkett zu wahren.

Erste Bilder aus dem «Making of» gibt es schon, in einem nächsten Schritt soll daraus ein Plakat entstehen. Und dann will man die Feuerwehrvereine im Kanton anschreiben, um sie zur Stimmabgabe für ihre Kollegen zu motivieren. Die vier Kandidaten haben einigen Aufwand getrieben. So liessen sie sich von einem Ausrüster in einer neutralen Uniform einkleiden, weil es von der jeweiligen Feuerwehr nicht goutiert würde, wenn das Originaltenü für politische Zwecke verwendet würde.

Dass das Ganze nun eine eher bürgerliche Aktion ist, ist übrigens ein Zufall. Denn offen wäre die Aktion für alle Feuerwehrleute gewesen, so die kandidieren. Allerdings liessen sich hier nicht mehr als vier aufspüren.

Beitrag aus "Die Ostschweiz" vom 15. Juli 2019

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