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Stillstand beim Erweiterungsprojekt

Stillstand beim Erweiterungsprojekt

Das Projekt der Erweiterung der Deponie Tüfentobel pausiert seit einiger Zeit. Es kann vom Kanton und der Stadt St.Gallen auf Grund einer Einsprache nicht mehr weiterverfolgt werden. FDP-Stadtparlamentarier Oskar Seger stellt dem Stadtrat in einem politischen Vorstoss dazu einige Fragen, da ein weiterer Stillstand verheerende Folgen für die Wirtschaft haben könnte.

Die jetzigen Kapazitäten der Deponie neigen sich dem Ende zu, wie Seger festhält. Es können momentan keinerlei zeitliche Rahmen definiert werden, bis wann sich die Situation verbessert. Für geplante Bauvorhaben in der Stadt ist das ein sehr ernst zu nehmender Zustand. Wenn die Deponie künftig kein sauberes Aushubmaterial mehr aufnehmen kann, hat dies grosse Auswirkungen auf die Ökologie und auf die Kosten von Bauprojekten. Da die Unternehmerdeponien in der Umgebung ebenfalls Kapazitätsengpässe haben, verschlimmert sich die Situation noch zusätzlich. Die Abfuhren müssen über eine grössere Distanz erfolgen und die Gebühren für die Deponie steigen in die Höhe. Die Nachfrage bestimmt auch hier den Preis. Es ist nach Seger unbedingt zu verhindern, dass langfristig sauberes Aushubmaterial sogar ins Ausland abtransportiert werden muss, nur weil dies günstiger ist und in den Ostschweizer Deponien keine Kapazität mehr vorhanden ist.

Diese fast aussichtslose Situation für die städtischen Unternehmen und Bauherren ist nach Seger nicht länger tragbar. Die ökologischen Folgen und Auswirkungen auf die Kosten sind aus seiner Sicht daher exakt abzuwägen und darzustellen. Vom Stadtrat will er in erster Linie wissen, welche ökologischen und finanziellen Folgen zu erwarten sind, wenn die Deponie kein sauberes Aushubmaterial mehr annehmen kann. Die Antwort des Stadtrates steht noch aus.

Beitrag aus St.Galler-Nachrichten vom 5. Juni 2019

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